Naturwissenschaftlich-Technologisches und Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium

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Latein

Fachprofil & Lehrerteam

Salve! - Seien Sie gegrüßt!
Salvete, discipuli! - Seid gegrüßt, liebe Schülerinnen und Schüler!

Die lateinische Sprache begegnet uns überall, gerade auch, wenn wir mit aufmerksamem Blick durch unsere Stadt Coburg gehen. Die Bilder (oben) bieten nur eine Auswahl der lateinischen Inschriften in Coburg. Es gibt noch viel mehr. Ähnlich verhält es sich in allen (größeren) Städten Europas und des ganzen abendländischen Kulturkreises. Natürlich begegnet uns Latein, abgesehen von lateinischen Inschriften, noch in vielerlei Gestalt in unserem Leben. Von der Antike bis in unsere Zeit wurde und wird diese alte Sprache gebraucht, obwohl seit mehr als tausend Jahren niemand mehr Latein als Muttersprache gelernt hat. Entsprechend viele gute Gründe gibt es, Latein als Fremdsprache zu lernen. Dazu mehr nach einer kurzen Information über das Lateinlernen an unserem Gymnasium, das (schon wieder Latein!) einen lateinischen Namen trägt.

Latein am Gymnasium Ernestinum

Latein kann ab der 6. Klasse als 2. Fremdsprache gelernt werden. Im letzten Schuljahr haben etwas mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler Latein gewählt (Alternative: Französisch).

Lehrbuch: Campus (C)

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen mit dem Lehrwerk Campus (C).

Welchen Wert hat es, Latein zu lernen?

Non scholae, sed vitae discimus. – Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Schülerinnen und Schüler, die sich mit der antiken Literatur bzw. der alten Sprache genauer befassen, erfahren und lernen vieles, was im Leben hilfreich und wertvoll ist. Hier nur einige Aspekte:

Latein - Die Basissprache Europas

In der modernen Welt hat die rasche Verbreitung von  Information in nahezu allen Bereichen erheblich an Bedeutung gewonnen. Um diese Vielzahl von Daten verstehen, ordnen und bewerten zu können, brauchen junge Menschen ein breites und fundiertes Orientierungswissen, das von der Kenntnis der Ursprünge und Grundzüge europäischen Denkens getragen ist. Dieses Wissen kann und soll vor allem im Lateinunterricht vermittelt werden.
Die Römer haben zentrale Errungenschaften des griechischen Kulturkreises zum Maßstab des eigenen Denkens und Handelns gemacht und durch eigenständige Entwicklungen erweitert. Die Beschäftigung mit der lateinischen Sprache und Literatur trägt entscheidend zur Kenntnis dieses Fundaments der europäischen Kultur bei.

Die meisten Fremdwörter in unserer und anderen Sprachen stammen aus dem Lateinischen. Wer Latein gelernt hat, hat kaum Schwierigkeiten, diese Begriffe zu verstehen und selbst richtig zu verwenden. Lateinkenntnisse bieten also eine nützliche Grundlage für das Erlernen von Fachterminologien, wie sie in vielen Berufen wichtig sind, sind dabei aber auch Bestandteil einer gehobenen Allgemeinbildung, die eine Orientierung in der komplizierten Welt von heute erleichtert.

Die neben der englischen und deutschen wichtigsten Sprachen Europas sind Tochtersprachen des Lateinischen bzw. direkt aus der lateinischen Sprache hervorgegangen (Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Rumänisch).
Latein ist somit die beste Grundlage für das Erlernen dieser Sprachen.
Da auch der Wortschatz des Englischen zu mehr als zwei Dritteln auf das Lateinische zurückgeht, stellt Latein auch eine optimale Lernhilfe für Englisch dar.

Latein als Geistes- und Sprachtrainer

Latein schult durch die Analyse und Übersetzung originalsprachiger Texte logisches und kombinatorisches Denken und schafft ein ausgeprägtes Sprachbewusstsein. Gründlichkeit, Ausdauer, Systematik, Blick für Zusammenhänge und Genauigkeit im Detail sind dabei ebenso wichtig wie der kreative Umgang mit Sprache und Stil sowie der Mut zu eigener Problemlösung. Die Komplexität des Lateinischen sei an einem Beispiel veranschaulicht:

gaudemus bedeutet: ‚wir freuen uns’ (also 1 Wort für 3 deutsche Wörter;
das Pronomen (‚wir’) entfällt bzw. ist in der Endung –mus  enthalten)
gaudeamus bedeutet dagegen: ‚Lasst uns uns freuen!’  bzw. ‚Freuen wir uns doch!’

Ein einzelnes Wort enthält also im Lateinischen oft viel mehr Informationen als ein deutsches Wort bzw. im Deutschen werden für dieselbe Aussage mehr Wörter verwendet. Die im heutigen (Berufs-)Leben sehr wichtigen geistigen Fähigkeiten des aufmerksamen Lesens bzw. Genauigkeit und Gründlichkeit werden durch die lateinische Sprache in kaum zu übertreffender Weise trainiert. Anders als die modernen Fremdsprachen fördert der Lateinunterricht durch das alltägliche Übersetzen ins Deutsche die Ausdrucksfähigkeit in der Muttersprache wie kaum ein anderes Schulfach.

Die klare Systematik der lateinischen Grammatik vermittelt sehr gut das Verständnis für das Funktionieren von Sprache an sich. Im Gegensatz zum Erlernen der modernen Fremdsprachen konzentriert sich der Lateinunterricht v. a. in der Lektürephase auf die Analyse und Interpretation von Texten. Diese Herangehensweise sensibilisiert die Jugendlichen z.B. für das Erkennen von Manipulation und Leserlenkung durch Sprache und fördert dadurch deren Kritikfähigkeit; damit leistet der Lateinunterricht einen wichtigen Beitrag zur Erziehung zu (politischer) Mündigkeit. Die Antike wird im Lateinunterricht ja keineswegs als in allen Bereichen vorbildlich dargestellt; gerade aber die Konfron-tation mit problematischen Aspekten dieser Epoche (z.B. die Sklaverei, der Umgang mit fremden Völkern, usw.) regt zur geistigen Auseinandersetzung an. Andererseits fanden Menschen der Antike auch gute und weiterführende Antworten auf Grundfragen des Menschen, wie „Was ist wesentlich?“, Was macht wirklich glücklich?“, „Warum scheitert der Mensch immer wieder?“ Bedeutende Persönlichkeiten aus der (Philosophie-)Geschichte stellen dabei wichtige Bezugsgrößen für Jugendliche dar. Deren Lebensentwurf soll freilich nicht einfach ‚kopiert’ werden, sie können und sollen jedoch in einer wertunsicheren Zeit wie der unsrigen Halt bieten und zu kreativer Auseinandersetzung mit philosophisch-ethischen Grundfragen herausfordern. Der Lateinunterricht dient gerade in dieser Hinsicht einem Hauptziel gymnasialer Bildung in hohem Maße: der Entfaltung zu einer eigenständigen, selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Persönlichkeit.

 

..noch ein praktischer Nutzen: Das Latinum

Das Latinum ist ein bundeseinheitlich anerkannter Abschluss und an Universitäten und Hochschulen Voraussetzung für das Studium bestimmter Fächer. Dazu gehören Germanistik, romanische Sprachen, Englisch, Theologie, Philosophie und Geschichtswissenschaften. Von großem Nutzen sind Lateinkenntnisse auch für andere Fächer, z.B. Medizin, Pharmazie, Biologie und Jura. In vielen Fächern benötigt man das Latinum zur Magister- oder Doktorprüfung. Das Latinum kann an den Hochschulen auch nachträglich erworben werden, was dann aber natürlich Zeit (und Geld/Studiengebühren!) kostet, die man eigentlich für das Fachstudium braucht. Wer fünf Jahre Latein gelernt hat und das letzte Jahr mit mindestens Note 4 abschließt, erwirbt automatisch das Latinum. Diejenigen, die Latein nach der 9. Klasse durch eine weitere Fremdsprache (Spanisch) ersetzen, können am Ende der 9. Klasse das Latinum durch eine besondere Prüfung erwerben.

Lehrkräfte

Kontakt

Gymnasium Ernestinum Coburg

Untere Realschulstraße 2
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