Naturwissenschaftlich-Technologisches und Wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium

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Vortrag von Prof. Dr. Mutzbauer

Am Abend des 27. Oktober veranstaltete das Gymnasium Ernestinum einen Vortrag zum Jahr der Mathematik mit dem Titel "Ist Mathematik gesellschaftsfähig?" von Professor Dr. Otto Mutzbauer von der Universität Würzburg. Der Referent war selbst Schüler am Ernestinum und hat 1962 seine Abiturprüfung hier in Coburg abgelegt.
Prof. Mutzbauer legte dar, dass die Mathematik neben der Astronomie eine der ersten Wissenschaften war und es dennoch schwer fällt, eine Definition der Mathematik anzugeben. Er schlug als Definition vor: "Mathematik ist die Lehre vom menschlichen Denken."
Dass man durchaus eine emotionale Bindung an das Fach besitzen kann, bewies Dr. Mutzbauer, indem er den Beweis des Satzes von Euklid vorstellte und dazu bemerkte, dass dieser Beweis, trotzdem er 2300 Jahre alt ist, den heutigen Techniken der Mathematik genau entspricht. Dr. Mutzbauer erklärte "Ich liebe diesen Beweis" und wies auf die Anwendungen z. B. bei Online-Verschlüsselungen  hin.                                                                                   Auch die Behauptung des griechischen Philosophen Sokrates "Ich weiß, dass ich nichts weiß." ist ein Teil der Wissenschaft Mathematik. Ist ein Satz bewiesen, dann stellen sich viele neue Fragen, die noch unbeantwortet sind und vielleicht auch nie beantwortet werden können. Das macht seiner Meinung nach auch den Reiz an dieser Wissenschaft aus.
Im zweiten Teil seines Vortrages ging Dr. Mutzbauer langsam auf die Mathematik in der Schule ein: Provokativ stimmte er der klassischen Aussage "Mathematik ist ein Killerfach" zu und wies dabei auf Studienabbrecherquoten von 50% im Fach Mathematik hin. Ein wichtiger Teil der Mathematik, im Gegensatz zum Rechnen, ist die zündende Idee bei einer Fragestellung oder einem Beweis. Vor allem hier, so Prof. Mutzbauer, zeige sich aber die Vorzüge seines Faches: Er meinte, dass nirgendwo das Glücksgefühl bei dem berühmten Aha-Erlebnis so intensiv sei wie in der Mathematik, allerdings tritt dieser Fall leider hier recht selten auf. Dazu zeigte er noch einen Beweis zu einer geometrischen Aufgabe, die nur mit einer geschickten Idee und ohne jeglich Rechnung auskommt.
Das größte Problem der Mathematik scheint zu sein, dass heutzutage dieses Fach nicht zur Allgemeinbildung gerechnet wird. Es ist "schick" Mathematik nicht zu können. Dies sei nach seiner Erfahrung ein typisch deutsches Phänomen.
Im Anschluss an seine Ausführungen fand eine angeregte Diskussion mit den Zuhörern statt.

Sieger im Landeswettbewerb Mathematik

 

Eine mit vielen Neueinsteigern aufgefrischte Mannschaft startete im Schuljahr 12/13 beim 15. Landeswettbewerb Mathematik. Der Anfang war nicht ganz einfach, weil 16 unserer Denker erst in der Unterstufe sind, der Wettbewerb sich jedoch an den Lerninhalten der Mittelstufe orientiert. Aber unsere jungen Teilnehmer zeigten im Rahmen der „Regionalen Begabtenförderung Mathematik“ großes Interesse und viel Kampfgeist, um sich wichtige Grundlagen innerhalb weniger Wochen anzueignen.

In der Regionalen Begabtenförderung lernen  die Schülerinnen und Schüler Lösungsstrategien für mathematische Probleme, bekommen Einsicht in Beweismethoden und Verfahren, auch über den Unterrichtsstoff hinaus und arbeiten sich in verschiedene Computersoftware ein, um diese zur Lösungsfindung und Darstellung zu nutzen.

Dabei werden sie allmählich an selbständiges wissenschaftliches Arbeiten herangeführt.

Inzwischen haben Ernestiner auch Kontakte zu Spitzenmathematikern aus der Forschung.

Ausgestattet mit der Erfahrungen der letzten Jahre und viel über den normalen Unterrichtsstoff hinaus angeeignetem Wissen und Können lösten unsere erfahrenen Teilnehmer mit Freude, kreativen Ideen und Souveränität die Aufgaben und stellten ihre Überlegungen sehr ansprechend mittels Computer dar.

Die Neueinsteiger eiferten ihnen nach, entwickelten enormen Einsatz und große gedankliche Fortschritte, wodurch es vielen gelingen konnte, die für sie schwierigen Aufgaben zu lösen.

Insgesamt sendeten 35 Schülerinnen und Schüler des Ernestinums aus den Jahrgangsstufen 5 bis 10 ihre Lösungen ein. Bayernweit hatte jede Schule durchschnittlich etwa drei Teilnehmer.

Im feierlichen Rahmen wurden im Januar die Preisträger durch Herrn StD W. Matthe (Mitglied der Schulleitung) und Frau OStRin A. Rauch-Weise (Betreuungslehrerin) mit Urkunden und Buchpreisen –gestiftet vom Hauptsponsor, der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe- ausgezeichnet. 

Jeder Teilnehmer konnte Punkte für die Schulgesamtwertung sammeln und erhielt einen Dodekalender-Bausatz.

 

19 Schülerinnen und Schüler haben Preise gewonnen:

1. Preis: Jennifer Sauerland (7d), Nataly Köhlerschmidt (9a), Simon Murmann (9a), Michael Frank (9b), Armin Kautler (9b), Annabelle Amberg (9c), Lisa Müller (9c), Elly Au (9d), Christoph Staub (9d), Michael Heinlein (10c)

2. Preis: Heidi Kautler (7a), Philipp Neundorf (7a), Christian Büchs (7e), Florian Gogolinski (9b), Fabian Braun (10b)

3. Preis: Max Ole Elliger (6a), Jonas Kaczmarzyk (7d), Mira Ennes (8a), Simon Kostin (9b)

 

Damit liegt das Ernestinum wie in den letzten Jahren weit über dem Durchschnitt von ca. zwei Preisträgern pro Gymnasium in Bayern.

Eine exzellente Qualität weisen die Arbeiten von Nataly Köhlerschmidt und Simon Murmann auf, was mit der vollen Punktezahl honoriert wurde. Dies erreichten nur 70 Schülerinnen und Schüler in Bayern.

In der 2. Runde konnte Nataly Köhlerschmidt Brillantes leisten. Sie gehört damit zu den 60 Landessiegern in Bayern und qualifizierte sich für das mehrtägige Landessiegerseminar Mathematik.

Aufgrund dieser herausragenden Ergebnisse gelang es unserer Schulmannschaft zum dritten Mal in Folge, beim Landeswettbewerb die Spitzenposition in Bayern zu erobern. Herr Ministerialdirigent Walter Gremm (Kultusministerium) und Herr Walter Bockshecker (Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Versicherungsgruppe) verliehen unserer Schule den 1. Preis.

(Annett Rauch-Weise)

Kontakt

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